Die richtige Seillänge
Wenn man mit beiden Füßen auf dem Seil steht, sollten die Griffe ungefähr
bis zu Brusthöhe reichen. Ein Speed Rope wird auf die Körperlänge angepasst,
indem man etwa eine handbreit unterhalb des Griffes auf beiden Seiten Knoten
macht, bis die gewünschte Länge erreicht ist. Da dies bei einem Beaded Rope
ziemlich schlecht geht, muss man hier die Knoten in den Griffen aufmachen,
ein paar Hülsen entfernen, die Schnur kürzen und dann alles wieder gut
zusammenknoten.
Bei besseren Springern werden die Seile mit der Zeit immer weiter gekürzt
werden, da die Technik immer besser und die Armhaltung immer tiefer wird.
Die richtigen Schuhe
Bei den Schuhen ist generell wichtig, dass es Sportschuhe sind, man sie gerne
anzieht und sie eine gute Passform haben. Nach unseren Erfahrungen sind
Crosslaufschuhe am besten geeignet, da sie meistens eine gute
Vorfußdämpfung besitzen, die sich vor allem bei häufigem Springen als
äußerst positiv erweist.
Ansonsten ist es ganz gut und nützlich, wenn die Schuhe gut geschnürt werden
(am besten mit einem Doppelknoten) damit sie nicht von alleine aufgehen
können.
Beim Neukauf von Schuhen sollte auch darauf geachtet werden, dass sie groß
genug sind. Hier sollte man einige Testsprünge (auch ohne Seil möglich)
absolvieren, da man beim Springen in den Schuhen etwas nach vorne rutschen kann.
Aus diesem Grund mögen viele Springer Schuhe, die eine halbe bis eine Nummer
größer sind als ihre normalen Straßenschuhe. Dies ist aber Geschmackssache, und
jeder muss für sich selbst wissen, wie er sich am wohlsten fühlt.
Der richtige Untergrund
Der beste Untergrund ist ein gefederter Hallenboden (ist in den
meisten neueren Sporthallen der Fall). Aber generell gilt: Nur auf sauberem,
ebenen Untergrund sollte gesprungen werden, dies mindert ein evtl.
Verletzungsrisiko sowie Verschleißerscheinungen.
Gras, Sportplatz, Asphalt sind auch nicht sonderlich geeignet, da dort
entweder das Seil leichter hängen bleibt (Gras, Sportplatz) oder das Seil
beschädigt werden kann (Asphalt). Außerdem ist der harte Asphalt auch nicht
gerade das beste für eure Gelenke... Auf eine Sache sollte man auch noch achten.
Beim Skippen braucht man etwas Platz um sich herum (vor allem hinter und vor
einem). Denkt immer daran, ein schnell geschlagenes Seil tut höllisch weh (das
werdet ihr früher oder später eh merken :-> ) !
Aufwärmen und Training
Macht euch vor dem Springen auf jeden Fall warm, dehnt alle Muskeln in den
Beinen, Armen, Oberkörper. Ein richtiges Aufwärmen und Stretching bereitet euren
Körper auf die folgenden Belastungen beim eigentlichen Rope Skipping Training vor.
Somit kann eine potentielle Verletzungsgefahr deutlich vermindert werden.
Ungeübte sollten ein besonderes Augenmerk auf das Stretching der Beinmuskulatur
legen, insbesondere der Wadenmuskulatur.
Wichtig ist auch, dass die Prozedur des Stretchings auch nach dem Training
(bzw. während) noch einmal durchexerziert wird, so kann man evtl. Muskelkater
vorbeugen. Macht dies wirklich, ihr werdet dankbar für den Tipp sein!
Macht während dem Springen auch mal ein paar kleine Pausen, verschnauft und
vergesst auch nicht zu trinken!! Macht aktive Pausen, setzt euch nicht hin,
sondern bleibt in leichter Bewegung.
Trinkt, trinkt, trinkt!!! Rope Skipping ist ein sehr schweißtreibender Sport,
bei dem unser Körper einiges an Wasser verliert, daher trinkt vor dem Training
etwas (aber auch nicht so, dass euer Bauch blubbert), und ganz wichtig, immer
während des Trainings Trinkpausen einlegen. Am besten sind mineralienhaltige
Getränke, z.B. Mineralwasser mit Fruchtsäften gemischt oder auch isotonische
Getränke in Fertigmixtur.
Nach dem Training sollte dann noch ein Cool Down erfolgen, also ein
Trainingsteil, in dem ihr euren Körper aus der hohen Belastung langsam wieder
herunter holt.
Mehr möchten wir hierzu nicht schreiben, denn wozu habt ihr denn einen Trainer.
Und solltet ihr alleine springen, dann geht in einen Verein oder Fitnessclub, denn
in der Gruppe macht das alles noch mal so viel Spaß!
Das richtige Springen
Der Easy Jump ist sozusagen der Grundsprung im Rope Skipping. Man stellt sich
mit geschlossenen bis schulterbreiten Füßen hin, das Seil liegt hinter den Füßen,
die Ellenbogen liegen am Oberkörper an. Jetzt einfach über das Seil springen,
wobei man darauf achten sollte, dass man keine Zwischensprünge macht, nur so
hoch springt wie nötig (das Seil ist ca. 3 mm dick, da muss man nicht 30 cm hoch
springen) und das ganze locker tut (sonst hört es sich an wie eine Herde
Elefanten), allerdings schon mit der richtigen Körperspannung .
Der Oberkörper sollte beim Springen aufrecht sein, das Seil aus den
Handgelenken heraus gedreht werden. Klar, am Anfang lässt sich das noch nicht so
einfach bewältigen, da kann man ruhig noch aus den Armen heraus drehen. Aber Ziel
sollte es schon sein, das alles locker aus dem Handgelenk heraus zu machen.
Wichtig ist auch, dass ihr das Seil nicht um das Handgelenk wickelt, denn dann
gehen die Dreheigenschaften verloren und der Vorteil der neuartigen Seile, seien
es jetzt Speed Ropes oder Beaded Ropes, ist dahin!
So, dann springt mal schön, als erste Anleitung soll dies genügen, weitere
werden in Kürze folgen, versprochen! |